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Rudi

 

 

Ein Hund

- mit Potential
 - aber Macken
 - für Fortgeschrittene Hundehalter.
 Rüde aus Bulgarien

 Mischling, Kastriert
 2 Jahre (*21.05.2018)
 Fell: schwarz

 Augen: gelb

Kontaktaufnahme über: Thomas Sünkel 0151 2230 1738

 

 

 

Was Rudi will:

Rudi will ein Herrchen oder Frauchen, das klare Ansagen maccht. Rudi ist ein junger Hund, der toben möchte, sich aber oft im Weg steht und seine Grobmotorik nicht unter Kontrolle hat. Er hat sehr viele Fragen zur Welt und braucht Menschen, die ihm diese beantworten können. Er hat sich in 2 Wochen bei nur täglich einem Spaziergang stark an mich gebunden. Rudi möchte seine Leute beschützen und eine Aufgabe haben. Allerdings sollten die Menschen Rudi beschützen und in der Lage sein, ihm zu vermitteln, dass nur Menschen entscheiden, ob und welche Aufgaben ein Hund hat. Rudi weiß nicht, dass er sehr viel Ruhe braucht. Er schläft auf dem Bauernhof zu wenig. Er hat mir gesagt, dass er gerne einen ruhig gelegenen Garten hätte und in die Hundeschule gehen möchte.
 

Aktuelles Umfeld:

Er lebt auf einem Bauernhof ohne Zaun in der Gemeinde (83134) Prutting. Der Bauernhof liegt zwischen einer Strasse und einem Feld, das zu einer anderen Landwirtschaft gehört. An das Feld grenzt ein Wald. Aus dem Wald kommen Hasen und Rehe auf die Wiese. Rudi würde hinterherrennen. Die Strasse ist eher stark befahren. Auf der anderen Strassenseite befindet sich ein Weiler mit Bauernhöfen. Von der Strasse gehen starke Reize aus. Lärm und viel Bewegung von knatternden Traktoren, rasenden Autos, Motorrädern, Radfahrern, Joggern und Spaziergängern. Auf dem Hof werden Pferdeställe vermietet. Wenn die Pferde auf die Weide kommen, möchte Rudi sie jagen. Den ganzen Tag über kommen Autos mit Pferdebesitzern und deren Kindern. Mehrmals die Woche kommt der Tierarzt zu den Pferden. Auf dem Hof gibt es 3 Katzen. Die mag er nicht.


Konsequenz:

Rudi ist permanent reizüberflutet. Er findet keine Ruhe und auch keinen Ort, an dem er die Reize ausblenden kann. Durch die permanenten Reize kommt er andauernd in die Situation, in den Augen der Menschen Fehler zu machen - und schon wird er wieder zurechtgewiesen. Er ist erst 2 Jahre alt, groß und stark. Manchmal wirkt er wie ein Teenager mit Problemchen in der Grobmotorik. Als Welpe war er in der Hundeschule.

Ein Versuch:

Ich habe Rudi für 24 Stunden zu mir nach Hause mitgenommen, in einen Single-Haushalt mit absoluter Stille - bei Tag und in der Nacht. Er hatte Angst, das Grundstück zu verlassen und überquerte die Grundstücksgrenze trotz geöffneten Gartentors nicht. Nach dem Pipi-machen wollte er sofort ins Haus. Im Haus war er erst unruhig, suchte sich dann den perfekten Platz, von dem aus er alles überblicken konnte … und schlief ein. In der Zeit bei mir schlief er hauptsächlich. Er zeigte keine großen Macken, aber er folgte mir in jeden Raum. Am nächsten Tag kam er wieder nach Hause. Er wurde mit dem Auto abgeholt. Rudi hat keine Disziplin im Kofferraum. Er braucht eine Hundebox.


Stand heute:

Eine Woche nach der Auszeit bei mir im Haus bezeichnen ihn seine aktuellen Menschen noch immer als „wie ausgewechselt“, „ruhiger“ und „gelöster“. Auch schläft er jetzt zu Hause etwas mehr.
 

Was er kann:

- Sitz, Platz, Hier.
 - Hinter dem Menschen beim Spazierengehen die Seite wechseln.
 - Er geht auf Kommando hinter den Menschen zurück und marschiert dann hinterher.
 - Er kommt auf Pfiff der Hundepfeife und bei Pfiff durch die Finger.
 -„Liegen lassen“. Er lässt Leckerli und tote Mäuse dann liegen …
 - Er würde Dinge bringen und in die Hand geben. Man muss es nur weiter üben.
 - Er geht ansatzweise auf Höhe der Beine.
 - Er befolgt „Bleib!“
 - Leckerli-Suchspiele mit Futterdummy machen ihm Spass.
 - Ich denke, dass er ein hervorragender Mantrailer wäre.
 - Ich habe nur ein paar Tage mit ihm geübt, die Strasse nicht zu betreten. Er hat es verstanden.
 - Er ist sehr gelehrig und fasst sehr schnell auf.
 - Er lernt gerne Tricks und braucht das auch. Er will gefordert werden.
 - Wenn es beim Erlernen der Tricks zu unklaren Ansagen des Menschen kommt, reagiert er schnell mit hunde-kindischen Übersprungshandlungen.
 

Umgang mit anderen Hunden:

Es sind keine Probleme aufgetreten. Er spielt mit anderen Hunden, auch mit viel kleineren. Er lässt sich von anderen Hunden korrigieren und reagiert auf alle Signale, die Hunde im Umgang miteinander aussenden. Er ist erst 2 Jahre alt, groß und stark. Manchmal wirkt er wie ein Teenager mit Problemchen in der Grobmotorik. Als Welpe war er in der Hundeschule.

Probleme:

Rudi knurrt, schnappt und beißt. Er hat bereits seinen Besitzer gebissen. Mich hat er auch gebissen. Er hat Probleme mit Berührung durch Menschen. Ich habe ihn gestriegelt. Zwischen seinem ersten Blick und den nächsten Signalen verging so kurze Zeit, dass ich nicht reagieren konnte. Er nahm sofort meinen Arm ins Maul. Mit scharfer Stimme konnte ich ihn zum Loslassen bewegen. Danach kam keine Entschuldigung von ihm und keinerlei Kontaktaufnahme. Als ich am nächsten Tag wieder zum Spazierengehen kam, war er wie immer, allerdings etwas folgsamer. Ein zweites Mal hat er mich gebissen, als ich ihn versuchte abzutrocknen. Auch hier war die Zeit zwischen körperlichen Signalen und Biss sehr kurz. Dieses Mal reagierte er viel heftiger und ich war froh, einen Wintermantel und Handschuhe zu tragen. Ich schrie ihn an und konnte mit der linken Hand sein Maul öffnen. Dieses Mal suchte er den Kontakt zu mir und beschwichtigte. Rudi hat scheinbar noch keine „Entschuldigungskultur“, wenn ich das als Laie so sagen kann. Wahrscheinlich hat er nie gelernt, dass Menschen Entschuldigungen annehmen. Ich spüre aber sehr wohl, dass er „näher an mir dran ist“ als vorher. Rudi bindet sich an Menschen, die ihm Grenzen aufzeigen. Es kommt auch vor, dass Rudi Menschen in seinem momentanen Haushalt anknurrt, wenn diese z.B. im Garten sitzen und er in der Nähe liegt. Die Ursache scheint in negativen Erfahrungen zu liegen. Den Grund deute ich so, dass er in diesen Situationen von Übermüdung übermannt wird. Evtl. fühlt er sich dann angreifbar und knurrt präventiv. Auch dies denke ich nur aus Sicht eines Laien. Beim Spazierengehen braucht er keine Leckerli mehr, wenn er Anweisungen befolgt, allerdings meldet er sich von alleine, wenn es unheimlich wird. An Strassen hat er Angst. Er würde Autos jagen, aber nicht alle. Wenn er eine gruselige Situation gemeistert hat, bittet er von sich aus um ein Leckerli. Das tut er sowohl während z.B. ein Auto vorbei fährt als auch nachdem die Gefahr für ihn vorüber ist.
 

Er hat nichts gegen Kinder, ist aber nicht geeignet für einen Haushalt mit Kindern.

Wichtig:

Er muss einen Maulkorb tragen. Er hat damit noch keinerlei Erfahrung.

Trotz allem, was ich mit Rudi erlebt habe, ist er mir ans Herz gewachsen.
 Vielleicht aber genau deshalb.
 Er lernt und er bindet sich und er sucht einen Menschen, den er lieben darf

 


Video- Links

 

Mit Spielzeug:

http://www.tkillya.com/Rudi/1.m4v

http://www.tkillya.com/Rudi/2.mov

http://www.tkillya.com/Rudi/3.mov


An der Leine:

http://www.tkillya.com/Rudi/4.mov

http://www.tkillya.com/Rudi/7.mov

http://www.tkillya.com/Rudi/9.m4v


Liegt und döst:

http://www.tkillya.com/Rudi/5.mov


Kommt auf Kamera zu:

http://www.tkillya.com/Rudi/6.mov

http://www.tkillya.com/Rudi/8.mov


Rudi will wieder ins Haus:

http://www.tkillya.com/Rudi/0.mov